
Die K5 Future Retail Conference gehört zu den wichtigsten E-Commerce-Events im deutschsprachigen Raum. Zwei Tage Bühnen, Masterclasses und Gespräche in den Gängen.
Ein Thema zog sich durch fast jeden Vortrag: Was passiert mit dem Handel, wenn Kaufentscheidungen zunehmend über KI-Agenten und Antwortmaschinen laufen?
Eine der klarsten Antworten kam von Stefan Wenzel, der auf der Bühne den Begriff Machine Equity prägte. Seine Zahlen setzen den Rahmen: rund eine Milliarde ChatGPT-Nutzer pro Woche, 16 Milliarden Google-Suchen pro Tag, ein wachsender Teil davon endet im AI-Overview, bei Suchen nach dem Besten sogar bis zu 80 Prozent. Am Ende bleiben im Schnitt sechs von sechzig Milliarden Listings übrig.
Wenzels These: Saubere Produktdaten sind die Eintrittskarte, mehr nicht. Wer Teil der maschinellen Auswahl sein will, braucht Sichtbarkeit, Zitierfähigkeit und Vertrauen gegenüber KI-Agenten.
Für uns trifft dieser Gedanke einen Nerv. Strukturierte Produktdaten sind seit Jahren unser Handwerk, aus PIM-Projekten mit novomind iPIM und Akeneo.
Machine Equity verschiebt die Messlatte: Es reicht nicht, dass ein Attribut gepflegt ist, es muss maschinenlesbar, belastbar und auffindbar sein, wenn ein Agent die Auswahl trifft. Genau hier treffen sich unsere beiden Schwerpunkte, Produktdaten und Künstliche Intelligenz.

Neben den Vorträgen war die K5 vor allem ein Ort für Begegnungen. Wir haben bekannte
Gesichter wiedergetroffen, Kunden und Partner, mit denen wir sonst per Video sprechen, und neue Kontakte geknüpft, aus denen im besten Fall die nächsten Projekte werden. An der novomind Bar liefen viele dieser Gespräche ganz nebenbei, zwischen einem Drink und der nächsten Session. novomind selbst war mit einer Masterclass vertreten, »The Commerce Learning Loop«, zu Autonomous Commerce und skill-basierten KI-Agenten.
Wir nehmen aus Berlin vor allem eine Bestätigung mit: Der Handel bewegt sich schneller in Richtung agentischer Systeme, als viele Roadmaps es vorsehen. Wer jetzt an seinen Daten und an seiner Machine Equity arbeitet, gestaltet mit. Wer die Sessions nachhören möchte, findet sie in der K5 Mediathek.