Mobile Shopping: Apps als Erfolgsfaktor im E-Commerce
Verena Minke
, am 4. Mai 2021

Ob im B2C oder B2B Business – eine App erleichtert den Online-Einkauf per Smartphone oder Tablet. Wer seinen Kunden den Service einer unternehmens- oder markeneigenen App fürs Mobile Shopping bietet, ist darum klar im Vorteil. Wir erklären, warum eine App in eine erfolgreiche E-Commerce-Strategie gehört, welche Varianten es gibt und was bei der Planung einer App-Entwicklung zu beachten ist.

App optimiert Customer Experience

Mobile Commerce boomt. Online einkaufen übers Smartphone oder Tablet wird immer beliebter. Das Mobile Shopping hat sich laut Bitkom-Studienbericht aus dem Juli 2020 seit 2014 mehr als verdoppelt. Bereits in einer 2019 veröffentlichten Studie von Appinio für den Zukunftsforschungs-Thinktank iBusiness gaben knapp drei Viertel (74 Prozent) der 1.007 deutschen Befragten im Alter zwischen 16 und 66 Jahren an, mit dem Smartphone einzukaufen. Diejenigen, die ihr Mobile Device fürs Online Shopping verwenden, erledigten im Durchschnitt 62 Prozent ihrer Online-Einkäufe via Apps. Dabei bevorzugten 57 Prozent der Mobile Shopper die Shopping Apps von Marken und E-Commerce-Anbietern. Nur noch jeder Fünfte nutzte für den Online-Einkauf lieber die mobiloptimierte Website eines Shops über den Browser. 23 Prozent hatten keine Präferenz.

Wer dem „Mobile First“-Ansatz folgt und seinen Kunden zusätzlich zum Webshop eine App bietet, lädt zum Mobile Shopping ein und kann so die Customer Experience optimieren. Technisch kann die Shopping App einfach auf demselben Shop Backend wie der Webshop aufbauen. Unsere Entwickler nutzen dafür bestehende API Gateways. Im Rahmen einer Omnichannel-Commerce-Strategie wird eine App so zum weiteren wichtigen Kanal für Kunden.

Native App oder Web App?

Während einfache Web Apps im Grunde genommen nur speziell programmierte Websites sind, die Kunden unabhängig vom jeweiligen Endgerät im Browser aufrufen können, ist die Entwicklung von Nativen Apps deutlich aufwendiger. Zudem gibt es noch weitere Varianten wie Hybride Apps, Progressive Web Apps (PWA) oder Cross Plattform Apps. Alle App-Varianten haben Vor- und Nachteile. Die Entscheidung für die eine oder die andere Variante hängt maßgeblich davon ab, welche Anforderungen die Applikation am Ende erfüllen soll.

In einem ersten Schritt muss man diese definieren. Zudem sollten die gewünschten Funktionalitäten der App und ihre Zielgruppe festgelegt werden. Als E-Commerce-Profis wissen wir, worauf es bei der Planung, Konzeption und Umsetzung ankommt und können Unternehmen zielgerichtet beraten. In unserem pb Labs setzen wir auf agiles Arbeiten bei der Entwicklung von individuellen und innovativen Apps, die passgenau auf gewünschte Anforderungen zugeschnitten sind.

Native App vs. Web App

Native Apps sichern eine leistungsstarke Performance

Eine Native App ist immer für ein bestimmtes Betriebssystem, also iOS oder Android, optimiert. Dadurch bieten Native Apps klare Vorteile in der Performance gegenüber Web Apps. Native Applikationen stellen die bestmögliche Leistung, Geschwindigkeit und User Experience (UX) im jeweiligen Betriebssystem sicher, für das sie entwickelt wurden.

Eine Native App kann direkt auf die Geräte-Hardware und Geräte-Funktionen wie Kamera und GPS oder Push-Nachrichten zugreifen. Das ist wichtig, wenn die App dem Nutzer standortbezogene oder Navigations-Dienste wie die Anzeige von gesuchten Orten in seiner Nähe bieten soll. Über personalisierte Push Notifications kann sich ein Kunde z.B. darüber benachrichtigen lassen, wann seine bestellte Ware abholbereit ist oder geliefert wird. Durch solche serviceorientierten Funktionalitäten wird eine App zum starken Kundenbindungs-Tool, das die Customer Journey bereichert. 

Native Anwendungen ermöglichen es zudem, bestimmte Funktionen und Daten offline auf dem mobilen Gerät zu nutzen. Darüber hinaus können Daten in beliebiger Menge gespeichert werden. Bleibt es bei einfachen Abfragen von Datenbanken, können Web Apps ausreichen. Geht es um anspruchsvollere Leistungen, sollten Sie eine Native App in Erwägung ziehen.

Bei folgenden Anforderungen kann eine Native App die bessere Wahl sein:

  • Zugriff auf Hardware-Funktionen wird benötigt, z.B. die Kamera, GPS etc.
  • die App soll personalisierte Shopping-Erlebnisse ermöglichen, z.B. über Push Notifications
  • Funktionen und Daten sollen auch offline auf dem mobilen Gerät genutzt werden können
  • komplexe Berechnungen sind erforderlich, z.B. für Verschlüsselung, 3D-Darstellung, bestimmte Bezahloptionen (Apple Pay), Fingerabdruck-Scanner, Face ID-Abfrage etc.
  • Speicherung von mehr als 10 MB an Datenmaterial auf dem Endgerät muss möglich sein
  • dem App-Nutzer soll die bestmögliche UX für das von ihm genutzte Betriebssystem geboten werden

Sichtbarkeit im App Store hilft bei der Verbreitung

Native Apps werden in App Stores vertrieben. Dafür werden in der Regel Gebühren fällig. Die Listung in App Stores ermöglicht es allerdings auch, von guten Bewertungen zu profitieren. Erscheint eine App schließlich sogar in den Top-Listen der App Stores, kann das die Anzahl ihrer Downloads und damit auch ihrer Nutzer schnell extrem steigern. So wird der Bekanntheitsgrad des Unternehmens oder der Marke enorm erhöht. Einfache Web Apps gibt es nicht in App Stores. Man muss sie über die gängigen Suchmaschinen finden.

Eigene App stärkt die Kundenbindung

Ist eine Shopping App erst einmal auf dem Smartphone oder Tablet des Kunden, wird sie automatisch auch zu seinem ständigen Begleiter. Bestenfalls wird so die unternehmenseigene App zum Online-Shop, den man jederzeit an jedem Ort aus der Tasche ziehen kann, um mit ein paar Klicks einzukaufen.

Nach der Installation einer Nativen App auf dem Mobile Device wird sie automatisch als Icon auf dem Homescreen sichtbar. Das ruft eine Marke oder ein Unternehmen bei jedem Blick aufs Display wieder ins Bewusstsein des Smartphone-Nutzers und erinnert ihn an die Shopping Option. Wer seinen Kunden über die App zudem noch Extra-Services beispielsweise durch spezielle oder personalisierte Angebote, Informationen oder Vorteile bietet, festigt die Kundenbindung zusätzlich.

Fazit

Mobile Shopping Apps spielen für den Erfolg im M-Commerce eine wichtige Rolle. Denn sie erleichtern und fördern den Einkauf über mobile Endgeräte, stärken die Kundenbindung und erhöhen das Bewusstsein für die eigene Marke. Welche Art von App die beste Wahl ist, hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Wir beraten als E-Commerce-Spezialisten bei der Planung, Konzeption und Entwicklung von Apps, die passgenau auf die jeweiligen Anforderungen individuell nach Kundenwunsch zugeschnitten werden und eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden E-Commerce-Strategie bilden können.

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